Die Lage im Norden
Die Nordregion Burkina Fasos — das Sahel, die Régions du Nord und du Centre-Nord — ist seit Jahren eines der am stärksten von terroristischer Gewalt betroffenen Gebiete Westafrikas. Islamistische Gruppen haben Dörfer überfallen, Märkte und Schulen geschlossen erzwungen und die Bevölkerung in die Flucht getrieben.
Über zwei Millionen Menschen sind innerhalb Burkina Fasos vertrieben. Viele von ihnen haben alles verloren: ihr Zuhause, ihre Felder, ihre Werkzeuge. Was bleibt, wenn der Terror abzieht, sind zerstörte Dörfer — und der Wille der Menschen, zurückzukehren und neu anzufangen.
Djigui e.V. setzt genau dort an: beim Wiederaufbau. Nicht mit großen Versprechen, sondern mit konkreten Gebäuden, funktionierenden Brunnen und Räumen, die Würde zurückgeben.
Schulgebäude: Bildung als Fundament
In Dörfern, aus denen Familien vertrieben wurden und die jetzt langsam zurückkehren, gibt es oft keine Schulen mehr. Unterrichtsräume wurden zerstört, als Notlager genutzt oder verfallen gelassen. Manche Kinder haben seit drei, vier Jahren keinen regulären Unterricht mehr erhalten.
Kein Schulgebäude bedeutet: keine Schule. Kein Unterricht bedeutet: eine ganze Generation, die abgehängt wird — von Bildung, von Chancen, von der Zukunft.
Djigui e.V. finanziert den Wiederaufbau einfacher, stabiler Klassenräume — gebaut von lokalen Handwerkern, mit lokalen Materialien. Die Baupläne entstehen in Abstimmung mit den Dorfgemeinschaften und der lokalen Schulbehörde. Nach der Fertigstellung übernimmt die Gemeinde die Verantwortung für das Gebäude.
Was 1.000 Euro ermöglichen: Einen Klassenraum für 30 Schülerinnen und Schüler, inklusive Grundausstattung mit Bänken und Tafeln.
Brunnen: Wasser ist keine Selbstverständlichkeit
Sauberes Trinkwasser ist die Grundlage für Gesundheit, Hygiene und menschliche Würde. In vielen der betroffenen Dörfer im Norden sind die alten Brunnen zerstört oder trockengelegt. Familien sind auf verschmutztes Oberflächenwasser angewiesen — Krankheiten wie Cholera und Typhus sind die Folge.
Die Last des Wasserhofens tragen vor allem Frauen und Mädchen: Täglich mehrere Stunden für den Weg zum nächsten Wasserpunkt — Zeit, die für Schule, Arbeit und Erholung fehlt.
Djigui e.V. finanziert den Bau und die Reparatur von Tiefbrunnenpumpen. Jeder Brunnen wird mit einer handpumpenbetriebenen Tiefpumpe ausgestattet, die von der Dorfgemeinschaft gewartet werden kann. Keine Abhängigkeit von Ersatzteilen aus der Stadt. Kein Strom nötig.
Was 2.500 Euro ermöglichen: Einen Brunnen mit Handpumpe, der rund 300 Menschen dauerhaft mit sauberem Trinkwasser versorgt.
Notunterkünfte: Ein Dach ist ein Anfang
Familien, die aus ihren Dörfern fliehen mussten, kommen oft in Übergangssituationen an: bei Verwandten in beengten Verhältnissen, in improvisierte Lager, unter Wellblechdächern. Besonders die Regenzeit — von Juni bis Oktober — macht diese Situation lebensbedrohlich.
Djigui e.V. finanziert den Bau einfacher Notunterkünfte für die am stärksten betroffenen Familien. Die Konstruktionen sind schlicht, aber solide: Gemauerte Wände, ein stabiles Dach, eine abschließbare Tür. Kein Luxus — aber ein Anfang.
Was Ihre Spende bewirkt
| Betrag | Wirkung |
|---|---|
| 25 € | Baumaterialien für 2 m² Außenwand |
| 100 € | Fenster und Tür für eine Notunterkunft |
| 500 € | Grundausstattung eines Klassenraums (Bänke, Tafel) |
| 1.000 € | Ein vollständiger Klassenraum für 30 Kinder |
| 2.500 € | Ein Brunnen mit Handpumpe für 300 Menschen |
Mittelverwendung 2024
| Zweck | Betrag | Zeitraum |
|---|---|---|
| Schulgebäude — Baumaterialien und Handwerker | 2.700 € | Apr–Jun 2024 |
| Brunnen — Tiefbohrung und Pumpeninstallation | 2.500 € | Mai–Jul 2024 |
| Notunterkünfte — Materialien und Arbeit | 1.000 € | Jun–Aug 2024 |
| Gesamt 2024 | 6.200 € | Apr–Aug 2024 |
Alle Ausgaben werden dokumentiert und auf unserer Transparenzseite veröffentlicht. Auf Anfrage stellen wir Fotos und Berichte der fertiggestellten Baumaßnahmen zur Verfügung.
Warum Wiederaufbau jetzt
Humanitäre Soforthilfe ist lebensnotwendig — aber sie allein genügt nicht. Familien brauchen nicht nur Nahrung für heute, sondern eine Perspektive für morgen. Ein Schulgebäude hält Jahrzehnte. Ein gut gebauter Brunnen versorgt Generationen.
Djigui e.V. denkt humanitäre Hilfe langfristig. Wir bauen nicht für uns — wir bauen mit den Menschen, für die Menschen. Jedes Projekt entsteht in engem Dialog mit der Dorfgemeinschaft, den lokalen Handwerkern und unseren Vertrauenspersonen vor Ort.
Jede größere Spende finanziert ein konkretes Bauprojekt. Wir berichten Ihnen, was entstanden ist.
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